PV-Förderungen 2026 – der praktische Überblick
Förderungen können die Wirtschaftlichkeit einer Photovoltaik-Anlage deutlich verbessern. Die goldene Regel: Förderanträge immer vor Beauftragung bzw. Vorhabensbeginn stellen — sonst entfällt der Anspruch. Programme ändern sich laufend; nachfolgend die wichtigsten Bausteine mit Stand Juli 2026.
KfW-Kredit 270 – „Erneuerbare Energien Standard"
Zinsgünstiger Kredit der KfW für Photovoltaik-Anlagen und Batteriespeicher (ebenso für Wind- und Wasserkraft). Finanziert bis zu 100 % der Investitionskosten, verfügbar für Privatpersonen, Unternehmen, Landwirte und gemeinnützige Organisationen. Der Zinssatz ist bonitäts- und laufzeitabhängig.
Wichtig: Die Beantragung erfolgt ausschließlich über die eigene Hausbank und muss vor Vorhabensbeginn erfolgen. Details: kfw.de (Programm 270).
EEG-Einspeisevergütung
Gesetzlich garantierte Vergütung je eingespeister Kilowattstunde für 20 Jahre plus Inbetriebnahmejahr. Die Sätze werden halbjährlich leicht abgesenkt (Degression).
Größenordnung Mitte 2026: knapp unter 8 ct/kWh bei Überschusseinspeisung bis 10 kWp, deutlich höher bei Volleinspeisung (ca. 12–13 ct/kWh). Die Anmeldung läuft über Netzbetreiber und Marktstammdatenregister — der Installateur übernimmt das üblicherweise. Aktuelle Sätze: bundesnetzagentur.de.
Direktvermarktung (größere Anlagen)
Ab 100 kWp besteht Pflicht zur Direktvermarktung. Für Gewerbedächer ist das der relevante Erlöspfad — die Vergütung orientiert sich am Marktwert Solar.
Landesprogramme & kommunale Zuschüsse
Die Angebote sind regional sehr unterschiedlich und oft mit Speicher-Boni oder Balkon-PV-Zuschüssen verbunden. Viele Töpfe sind schnell ausgeschöpft — früh prüfen.
Zentrale Anlaufstelle: Förderdatenbank des Bundes (foerderdatenbank.de) sowie die Website der eigenen Kommune bzw. der Stadtwerke.
Hinweis NRW: Die Landesprogramme wechseln regelmäßig — aktuellen Stand bei NRW.Energy4Climate bzw. der Kommune prüfen.
BEG / BAFA – Bundesförderung für effiziente Gebäude
Die BEG fördert Photovoltaik nicht direkt, wird aber relevant bei Kombination mit Wärmepumpe oder Heizungstausch. Bei kombinierten Vorhaben unbedingt einen Energieberater einbeziehen.
Batteriespeicher
Für Speicher gibt es keine eigene Bundesförderung. Speicher können jedoch über den KfW-Kredit 270 mitfinanziert werden; teilweise gibt es zusätzlich Landes- oder Kommunalzuschüsse.
Balkonkraftwerke
Vereinfachte Anmeldung — nur Eintrag im Marktstammdatenregister — bis 800 W Wechselrichter-Leistung. Einige Städte bezuschussen den Kauf; ein Blick auf die Website der eigenen Kommune lohnt sich.
Praxis-Checkliste
- Förderdatenbank des Bundes und die eigene Kommune prüfen.
- Angebote über TR Solar einholen.
- Bei Bedarf KfW-Antrag über die Hausbank stellen.
- Erst nach Bewilligung beauftragen.
- Netzanmeldung und Marktstammdatenregister durch den Fachbetrieb erledigen lassen.
Häufige Fragen
Ja. Bei nahezu allen Förderprogrammen — insbesondere KfW 270 sowie Landes- und Kommunalzuschüssen — muss der Antrag vor Vorhabensbeginn gestellt und bewilligt werden. Werden Aufträge oder Lieferverträge vorher geschlossen, entfällt in der Regel der Förderanspruch.
Ja. Die EEG-Einspeisevergütung wird weiterhin für 20 Jahre plus Inbetriebnahmejahr gezahlt. Die Sätze werden halbjährlich leicht abgesenkt (Degression). Mitte 2026 liegen sie bei knapp unter 8 ct/kWh für Überschusseinspeisung bis 10 kWp und bei ca. 12–13 ct/kWh für Volleinspeisung. Aktuelle Sätze veröffentlicht die Bundesnetzagentur.
Die Anmeldung beim Netzbetreiber sowie die Registrierung im Marktstammdatenregister übernimmt üblicherweise der ausführende Fachbetrieb. Bei KfW-Krediten läuft der Antrag ausschließlich über Ihre Hausbank — die Bank prüft und leitet den Antrag an die KfW weiter.
Es gibt derzeit keine eigene Bundesförderung speziell für PV-Speicher. Speicher können jedoch über den KfW-Kredit 270 mitfinanziert werden. Zusätzlich gibt es teils Landes- und Kommunalzuschüsse — die Programme sind regional sehr unterschiedlich und häufig schnell ausgeschöpft.
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Alle Angaben ohne Gewähr, Stand Juli 2026. Verbindliche Auskünfte geben die Förderinstitute. Steuerliche Aspekte klären Sie bitte mit Ihrem Steuerberater.
Kanonische Adresse: https://solar.tr-immobilien.com/foerderungen
